Die Umstellung von ISDN auf IP-basierte Telefonie ist in Österreich weit fortgeschritten. Unternehmen, die noch eine klassische ISDN-Telefonanlage betreiben, sollten daher prüfen, wie ihre Telefonie heute angebunden ist und welche Systeme davon abhängen.

Einen einheitlichen Abschalttermin für sämtliche ISDN-Anschlüsse in Österreich gibt es nicht. Die Umstellung erfolgt je nach Netzbetreiber, Anschlussart und bestehender Infrastruktur unterschiedlich.

Für Unternehmen bedeutet das: Bestehende Systeme können je nach technischer Ausgangssituation noch weiterbetrieben werden. Gleichzeitig verändert sich die technische Grundlage der Telefonie zunehmend in Richtung IP-basierter Kommunikation. Wer noch eine ISDN-Anlage betreibt, sollte sich daher frühzeitig mit der weiteren Planung beschäftigen.

Was bedeutet die ISDN-Abschaltung für bestehende Telefonanlagen?

Eine vorhandene ISDN-Telefonanlage muss nicht zwangsläufig sofort ersetzt werden.

Je nach Telefonanlage und technischer Ausgangssituation kann ein Weiterbetrieb über ein Media Gateway oder eine vergleichbare Übergangslösung möglich sein. Das kann sinnvoll sein, wenn eine Telefonanlage noch relativ neu ist oder wenn eine größere Installation schrittweise umgestellt werden soll.

Bei älteren Anlagen sollte geprüft werden, ob sich der zusätzliche technische Aufwand noch lohnt. Ersatzteile, Wartung und Erweiterungen werden mit zunehmendem Alter schwieriger. Gleichzeitig bieten moderne IP- oder Cloud-Telefonanlagen Funktionen, die sich mit klassischen Systemen oft nur eingeschränkt abbilden lassen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt stark von der vorhandenen Infrastruktur ab.

Vor der Umstellung: Was hängt am Telefonanschluss?

In vielen Unternehmen wird ein ISDN-Anschluss für mehr genutzt als für Gespräche. Vor der Umstellung sollte deshalb geklärt werden, welche Geräte und Systeme mit der bestehenden Telefonie verbunden sind. Dazu gehören beispielsweise:

Gerade ältere Geräte können Funktionen klassischer analoger oder ISDN-Anschlüsse voraussetzen. Auch bei Alarm-, Lift- oder anderen Übertragungssystemen sollte die Kompatibilität vorab mit dem Hersteller oder dem zuständigen Fachbetrieb geklärt werden.

Eine vollständige Bestandsaufnahme ist daher einer der wichtigsten Schritte vor der Migration. Wenn Sie unsicher sind, welche Komponenten in Ihrem Unternehmen betroffen sind, kann eine kurze technische Bestandsaufnahme bereits viel Klarheit schaffen.

Welche Möglichkeiten gibt es nach ISDN?

Grundsätzlich gibt es mehrere Wege.

  1. Auf eine Cloud-Telefonanlage wechseln: Bei einer Cloud-Telefonanlage werden die Telefonanlage und ihre Funktionen über eine cloudbasierte Infrastruktur bereitgestellt. Dadurch sind Unternehmen nicht mehr auf eine klassische Telefonanlage vor Ort angewiesen und können ihre geschäftliche Kommunikation flexibler nutzen. Mit onephone von UNICOPE geht die moderne Unternehmenstelefonie noch einen Schritt weiter: Die geschäftliche Festnetznummer kann direkt am Mobiltelefon genutzt werden. Mitarbeitende sind damit auch unterwegs unter ihrer gewohnten Festnetznummer erreichbar und können diese für geschäftliche Telefonate nutzen. Zusätzlich kann über ein Softphone am Computer oder über ein Telefon am Arbeitsplatz telefoniert werden. Mitarbeitende können damit je nach Arbeitssituation das passende Endgerät nutzen – im Büro, im Homeoffice oder unterwegs. onephone verbindet so die Vorteile einer modernen cloudbasierten Telefonanlage mit mobiler Kommunikation und schafft eine flexible Kommunikationslösung für Unternehmen.

  2. Bestehende Telefonanlage weiterverwenden: Wenn eine vorhandene Anlage weiterhin zuverlässig arbeitet, kann sie je nach technischer Situation über einen Gateway oder eine IP-basierte Amtsanbindung weiterbetrieben werden. Das eignet sich vor allem als Übergangslösung oder bei Anlagen, deren vollständiger Ersatz derzeit unverhältnismäßig wäre.

  3. Bestehende IP-Telefonanlage über SIP-Trunk anbinden: Bei einer bereits IP-fähigen Telefonanlage kann ein SIP-Trunk die klassischen ISDN-Amtsleitungen ersetzen. Der SIP-Trunk stellt die Verbindung zwischen der Telefonanlage und dem öffentlichen Telefonnetz über IP her. Bestehende Durchwahlen und Rufnummernkonzepte können dabei in vielen Fällen weitergeführt werden.

Was sollte bei der Planung berücksichtigt werden?

Eine ISDN-Migration betrifft mehrere technische Bereiche gleichzeitig. Neben der Telefonanlage sollten insbesondere folgende Punkte geklärt werden:

  •       Welche Rufnummern und Durchwahlen müssen erhalten bleiben?
  •       Welche Geräte sind an die Telefonanlage oder den Anschluss angebunden?
  •       Wie viele Gespräche laufen gleichzeitig?
  •       Gibt es mehrere Standorte?
  •       Welche Internetanbindung ist vorhanden?
  •       Welche Anforderungen bestehen bei Strom- oder Internetausfällen?
  •       Müssen bestehende Anwendungen wie Microsoft Teams oder ein CRM-System eingebunden werden?

 

Je früher diese Punkte geklärt werden, desto einfacher lässt sich die Umstellung planen.

ISDN-Anschluss noch in Betrieb?

Wenn in Ihrem Unternehmen noch eine ISDN-Anlage eingesetzt wird, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die bestehende Telefonie zu überprüfen. Dabei lässt sich nicht nur klären, welche Komponenten von einer Umstellung betroffen sind, sondern auch, wie sich Ihre Unternehmenskommunikation künftig flexibler gestalten lässt.

Mit onephone können Festnetz und Mobilfunk miteinander verbunden werden. Die geschäftliche Festnetznummer lässt sich am Mobiltelefon nutzen, während Mitarbeitende zusätzlich über Softphone oder Telefon am Arbeitsplatz kommunizieren können.

Häufige Fragen zur ISDN-Abschaltung

Wann wird ISDN in Österreich abgeschaltet?

Es gibt keinen einheitlichen Abschalttermin für sämtliche ISDN-Anschlüsse und Anbieter in Österreich. Die Umstellung hängt unter anderem vom jeweiligen Netzbetreiber, der Anschlussart und der bestehenden Infrastruktur ab. Unternehmen, die noch ISDN-Technik einsetzen, sollten deshalb frühzeitig prüfen, ob und wann Handlungsbedarf besteht.

Das hängt von der Anlage ab. Viele Systeme können technisch noch weiterbetrieben werden. Bei älteren Telefonanlagen sollte allerdings geprüft werden, ob sich die notwendige Übergangstechnik und weitere Wartung wirtschaftlich noch auszahlen.

Bestehende Rufnummern können bei einem Anbieterwechsel in der Regel portiert werden.

Nein. IP-Telefonie kann auch über andere Breitbandanschlüsse betrieben werden.

Wichtig sind eine stabile Verbindung, ausreichende Bandbreite und eine passende Netzwerkkonfiguration. Bei vielen gleichzeitigen Gesprächen oder geschäftskritischer Telefonie sollte die vorhandene Internetanbindung genauer geprüft werden.

Fax über IP kann je nach eingesetzter Technik weiterhin möglich sein. Alternativ können digitale Faxlösungen wie Fax-to-Mail bzw. Mail-to-Fax eingesetzt werden. Welche Lösung geeignet ist, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab.

Solche Systeme sollten gesondert geprüft werden. Ältere Alarm-, Notruf- oder Übertragungssysteme können technische Eigenschaften klassischer Telefonanschlüsse voraussetzen. Vor einer Umstellung sollte deshalb mit dem jeweiligen Hersteller oder Wartungsunternehmen geklärt werden, welche Anschlussart unterstützt wird.

IP-Telefonie ist auf aktive Netzwerkkomponenten wie Router, Modem, Switches und häufig auch die Telefone selbst angewiesen. Für Unternehmen mit hohen Anforderungen an die Erreichbarkeit können daher eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, eine zweite Internetanbindung oder Mobilfunk als Ausweichlösung sinnvoll sein.

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